Flash Forward

© Till von Mallinckrodt

Wohl kaum eine deutsche Alternative-Rock Band kann auf ein derart starkes Gespür für mitreißende Songs bauen wie Flash Forward. Die Energie von Anberlin und die Eleganz von Dashboard Confessional finden sich im Sound des Quartetts ebenso wieder wie die Wucht von The Used.

Nach Jahren auf Tour veröffentlichen Flash Forward mit „Revolt“ am 24.11.2017 ihr neues Album auf Uncle M Music (u. a. Apologies I Have None, Boysetsfire, Anti-Flag). Das Album markiert einen deutlichen Einschnitt in der Geschichte der Band und bietet neben ihrer bekannten, unwiderstehlichen Gitarrenriffs und mitreißender Hymnen eine neu gewonnene Tiefgründigkeit: Flash Forward fordern gesellschaftlichen Wandel, zu dem jeder Einzelne seinen Beitrag zu leisten hat und kritisieren überspitzt das ständige, egoistische Streben nach Selbstoptimierung.

Die Jungs aus dem Ruhrgebiet wissen, wovon sie reden, denn sie selbst haben viele Jahre lang keine Gelegenheit ausgelassen, pausenlos für die Band zu arbeiten, hartnäckig zu bleiben und sich für den eigenen Erfolg aufzureiben – was als junge Band auch bedeutet, dass Fehlentscheidungen unvermeidlich sind. Zwar konnten Flash Forward mit ihrer halsbrecherischen Liveshow und ihrem Charme schon auf dem Bochum Total Festival, Abifestival Lingen, Big Day Out oder dem Green Juice Festival punkten und auch viele Blogs und Magazine verzaubern („ihre überragende Mischung aus Billy Talent, Simple Plan, 30 Seconds To Mars sowie Bring Me The Horizon ist im deutschen Raum einzigartig“ – The Pick Magazin), doch das unablässige Rennen im Band-eigenen Hamsterrad mündete letztlich im durchwachsenen Album „Who We Are“ (2016). Am Ende eines kraftraubenden Entstehungsprozesses, konnte die Band die Erwartungen ihrer Fans und sich selbst nicht vollends erfüllen. Was tun? Alles auf Anfang?

Nein: Alles auf Anders! Mit einem neuen Team und frischen Impulsen stellten sich Flash Forward 2017 neu auf und besinnen sich auf ihre wahren Talente: Ein Songwriting, zu dessen Handschrift eine gewisse internationale Note gehört, eine Produktion deren Wucht ihren amerikanischen Vorbildern die Stirn zu bieten in der Lage ist und nicht zuletzt auch der Mut, sich im richtigen Moment für neue Elemente und Einflüsse offen zu zeigen . „Was sich wie ein Rückschritt anfühlen könnte war für uns vielmehr ein Moment des Innehaltens: Wir haben im Winter begonnen, uns noch mehr auf uns selbst zu konzentrieren und geradezu eine Wagenburg-Mentalität anzueignen“, beschreibt Frontmann Stefan die Ausgangslage im neuen Jahr. „‚Revolt umschreibt zu gewissen Teilen unsere Frustration der vergangenen Jahre – andauernd kommt jemand von außen und sagt Du mußt dies, Du mußt das. Wir lassen uns jetzt nicht mehr verbiegen, sondern gehen selbstbewusst unseren eigenen Weg“.

Zur neu gewonnenen Reife der Band gehört auch ihr zunehmendes Gespür für die Probleme unserer Gesellschaft. Statt dem allgegenwärtigen Egoismus fordert das Trio mehr Solidarität und den individuellen Beitrag jedes Einzelnen zum Wohle aller. Passend dazu zeigt das Albumcover eine Modifizierung von Caspar David Friedrichs weltberühmtem Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“: Die deutsche Ikone stemmt auf „Revolt“ eine rote Fahne in den Himmel – ein eindeutiger Aufruf zu einem sozialen Miteinander. 2017 sind Flash Forward endgültig in ihrer eigenen Szene angekommen und haben etwas zu sagen. Gepaart mit hymnischen Refrains und einem perfekten Mix aus Alternative, Indie und Punkrock ist es Flash Forwards bisher stärkstes und abwechslungsreichstes Album, was nicht zuletzt die Gast-Features der 8Kids und To The Rats And Wolves unterstreichen. Produziert von Florian Nowak (Itchy, Emil Bulls) zeugt „Revolt“ vom Reifeprozess von Flash Forward, die auf Touren zusammen mit Größen wie You Me At Six oder den Polit-Punks Templeton Pek auch in Zukunft die Clubs des Landes mit sich reißen werden.

Neues Album: “Revolt” (VÖ: 24.11.17 via Uncle M)

Live 2017

12.12.17Dortmund, FZW (Support für Alex Mofa Gang)Tickets

Revolt Tour 2018

präsentiert von Allschools, event. Magazin, FUZE, Heartcore, Morecore, Pfand gehört daneben, Stageload & Super Freunde

12.01.18Oberhausen, DrucklufthausTickets
13.01.18Karlsruhe, SubstageTickets
14.01.18Trier, Ex Haus (Verlegt)Tickets
16.01.18Stuttgart, Keller KlubTickets
17.01.18München, BackstageTickets
20.01.18Braunschweig, Jugendzentrum B58Tickets
21.01.18Berlin, CassiopeiaTickets
22.01.18Hamburg, MarXTickets
24.01.18Wiesbaden, SchlachthofTickets
25.01.18Münster, Sputnik CaféTickets
26.01.18Köln, Tsunami Club (Verlegt)Tickets
27.01.18Kaiserslautern, Kammgarn Cotton ClubTickets