Flash Forward

© Patrick Schulze

Die Zeit heilt alle Wunden – aber was, wenn wir diese Zeit gar nicht haben? Flash Forward stellen sich auf ihrem neuen Album dieser einschneidenden Problematik und liefern mit „Golden Rust“ ihr bisher persönlichstes Werk, das die wichtige Frage der Selbstreflektion zu einer Zeit stellt, in der digitale Medien und unbequeme gesellschaftliche Verhältnisse für immer mehr Schnelllebigkeit sorgen.

In elf kraftvollen Songs transportiert die Band gleichsam resignierte wie mutmachende Texte, die siemit einem hymnischem Mix aus Indie-Pop und härterem Alternative-Rock im Stil von internationalen Heroen wie You Me At Six, Biffy Clyro oder The Hunna wuchtig wie gefühlvoll inszeniert.
Dass sich Flash Forward mit Zeitdruck und Vielbeschäftigung auskennen, belegt schon die Entstehungsgeschichte ihrer neuen Platte. „Heutzutage werden wir von so vielen Gedanken, Ereignissen und Lebensabschnitten übermannt“, beschreibt Sänger Stefan Weigel seine Gedanken hinter den Inhalten von „Golden Rust“. „Aufgrund der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft fehlt uns die Zeit, uns mit unserem Selbst auseinanderzusetzen. Wir verdrängen unsere eigenen Wünsche, Träume und Ziele. Dann finden wir eine Notlösung, akzeptieren Schicksale und nehmen Dinge hin.“

Flash Forwards neue Platte ist Weigels persönliche Antwort auf dieses Dilemma. „And I waste my time by fighting against my fright while I’m trying to redesign the time lapse of my life“, reflektiert er so zum Beispiel in „Time Lapse“ sein Seelenleben, während sich mitreißende Gitarrentürme wie ein Fels in der Brandung gegen die dunklen Gedanken auflehnen. „Golden Rust“ ist das Ergebnis einer kathartischen Selbstergründung, die wehtut, aber unbedingt notwendig ist.

Itchy- und Emil-Bulls-Produzent Florian Nowak versteht die Inszenierung mitreißender Refrains und unterstreicht so zum Beispiel den Chorus von „Creeper“ als eindringlich tanzbaren Augenblick im Stil der früheren Fall Out Boy. „The Voice“ ist wiederum das Ergebnis einer klug gefertigten Klimax, die sanft aus einem minimalistischen Beat in eine mutige Hymne an das Weitermachen mündet. „Give Me All Your Love“, ein Duett mit Deaf-Havana-Sänger James Veck-Gilodi, bringt dieses dynamische Wechselspiel zur Vollendung und peitscht immer wieder zwischen seinen vorsichtig bebenden Indie-Momenten und dem tobenden Alternative-Refrain umher. Die Musik auf „Golden Rust“ wird so zum autonomen Ausdruck von Flash Forwards bisher tiefblickendster Platte, die sich viel Zeit für die dunklen Seiten des Selbst lässt, aber gleichzeitig immer die Hoffnung als Resultat ausspricht.

„Golden Rust“ erscheint via Uncle M Music auf CD und digital.

Golden Rust Tour

präsentiert von FUZE, event. & Pfand gehört daneben

24.10.19NED - Amsterdam, MelkwegTickets
25.10.19Bremen, TowerTickets
26.10.19Köln, ArtheaterTickets
06.12.19Essen, Turock (Jahresabschlusskonzert)Tickets
16.01.20Karlsruhe, Substage CafeTickets
17.01.20Stuttgart, Jugendhaus WestTickets
18.01.20München, Backstage ClubTickets
19.01.20Leipzig, TäubchenthalTickets
20.01.20Dresden, OstpolTickets
23.01.20Hamburg, MolotowTickets
24.01.20Braunschweig, B58Tickets
25.01.20Berlin, Musik & FriedenTickets
05.03.20Münster, Sputnik CaféTickets
06.03.20Frankfurt, NachtlebenTickets
07.03.20Kaiserslautern, KammgarnTickets
08.03.20Nürnberg, Z-BauTickets
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